Konya

 

 

KONYA

ZENTRALANATOLÝEN

Lage

Die Hochebene von Zentralanatolien ist reich an geschichtlichen Werten und den unterschiedlichsten natürlichen Schönheiten wie die surrealistisch anmutende Tufflandschaft vonKappadokien. Viele Kulturen haben in dieser Region ihre Spuren hinterlassen. In Catalhöyük an den Nordhängen des Taurusgebirges wurden Überreste von Siedlungen aus dem 8. Jh. v. Chr. ausgegraben. Zentralanatolien war außerdem die Heimat der Hattis, Hethiter, Phryger, Galater, Römer, Byzantiner, Seldschuken und Osmanen. Alexander der Große und Timurlenk eroberten ebenfalls die Provinz im Binnenland, die aus dem Osten kommenden Türken machten sich die Hochebene im 11. Jh. zu eigen. Am 13. Oktober 1923 wurde das im Herzen der Türkei liegendeAnkarazur Hauptstadt und damit zum politischen Zentrum der Republik ernannt.Die Landeshauptstadt Ankara liegt in der gleichnamigen Provinz. Das prächtigste Bauwerk der Stadt ist “Anitkabir", das Mausoleum Atatürks, Begründer der türkischen Republik. Die zum größten Teil einmaligen Exponate im Ankaraner Museum für anatolische Zivilisationen dokumentieren die etwa 50.000- jährige bewegte Geschichte des Landes.

GESCHÝCHTE UND MYTHOLOGÝE

In der Provinz Ankara stößt man auf bedeutende Siedlungen anatolischer Kulturen. Um 2000 v. Chr. zogen die über den Kaukasus gekommenen Hethiter auf die anatolische Hochebene und gründeten von hier aus ihr Großreich, das praktisch ganz Anatolien umfasste. Die Hauptstadt des Hethiterreiches war Hattuscha, das heutigeBogazkale. In der Nähe der Stadt befindet sich das bedeutende Heiligtum “Yazilikaya" in einer Gruppe von Felsen, die mit den Reliefs sämtlicher hethitischer Götter, Göttinnen und Gottkönige geschmückt sind. Ebenfalls in der Nähe von Hattuscha findet manAlacahöyük, die älteste Hethiterstadt, deren Stadttor zu beiden Seiten von je einer Sphinx flankiert wird. Um 1200 v. Chr. kamen die Phryger aus Thrakien nach Mittelanatolien, die westlich von Ankara ihre HauptstadtGordion gründeten. Alexander der Große soll hier den Gordischen Knoten zerschlagen haben, was ihm, wie das Orakel prophezeit hatte, die Herrschaft über Vorderasien eingebracht hat. Der Grabtumulus des Phrygerkönigs Midas, bei dem sich alles, was er berührte, in Gold verwandelte, erhebt sich in Gordion. In der Nähe von Eskisehir sind weitere Siedlungen und Kultstätten der Phryger zu besichtigen. In römischer Zeit sind die Städte Ancyra (Ankara), Caesarea (Kayseri), Tyana (Nigde) und Dorylaeum (Eskisehir) entstanden. Konya Nigde und Kayseri erlebten zu der Zeit der Seldschuken ihre Blütezeit

Eine der ältesten Siedlungen der Welt: Catalhöyük liegt ca. 40 km südöstlich von Konya (bis zu 9000 Jahre alte Funde). Die Exponate kann man in Ankara bewundern.

Die strategisch günstige Lage von Konya, die an der mittelasiatischen Seidenstraße liegt, machte die Stadt seit jeher zu einem wichtigen Handelszentrum und Standort für Karawansereien. Heute gleicht Konya mit seinem geschichtlichen, kulturellen und natürlichen Reichtum einem Freilicht-Museum.

Konya, auch Konia, mit seiner ca. 2,1 Mio. Einwohner ist eine grüne Oase in der kargen Ebene, wegen seiner zahlreichen kleinen Flüsse und seiner besonderen Lage wurde sie von den Seldschuken zur Hauptstadt ihres Reiches gemacht, damit wurde sie zu einem der großen Kulturzentren Anatoliens und unter ihnen erlebte das Gebiet die bedeutendste kulturelle Renaissance seiner Geschichte und die Stadt Konya stand kulturell, wissenschaftlich, künstlerisch und politisch im Zenit, man findet noch viele gut erhaltene Bauwerke aus dieser Zeit in Konya und Umgebung. Sehenswert das Museum mit seinen leuchtend grünen Kacheln verkleidete Mevlana Mausoleum ist Konyas berühmtester Bau. Zu den Sehenwürdigkeiten gehören auch: Türben (Mevlana Müzesi, Kloster der tanzenden Derwische) mit dem Grabmal des Mystikers Celaleddin Rumi, dem Begründer des Derwischordens, das Etnografya Müzesi und die Alaeddin Camii Moschee die größte und älteste seldschukische Moschee in Konya (unter Sultan Alaeddin Keykubar I. 1221 errichtet), sowie die Büyük Karatay Medrese eine ehemalige Koranschule heute ein Museum für Keramik aus der seldschuken Zeit. Der Basar mit seiner großen Auswahl der heimischen Handwerkskunst ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hauptprodukte der Stadt sind Teppiche und Lederwaren. Wichtig ist auch der Handel mit Mineralien. In der umliegenden Region wird Pferde- und Kamelzucht betrieben. Wasser aus dem nahe gelegenen Beysehirsee ermöglicht den Bewässerungsfeldbau in der trockenen Beckenlandschaft. Die Stadt beheimatet die Selçuk- Universität, die 1975 gegründet wurde. Im Persischen Reich war Konya (damals Iconium) Grenzstadt von Phrygien. Die Römer gliederten die Stadt Lykaonien an und machten sie zu dessen Hauptstadt. Paulus und Barnabas predigten hier. Zu byzantinischer Zeit war Konya Sitz eines Erzbischofs. Die Osmanen besiegten dort 1832 die Ägypter. Überreste erster Ansiedlungen auf dem Zitadellenhügel in Konya datiert man in die anatolische Kupferzeit (3500 – 3000 v. Chr.). Historisch bedeutsam wurde die Stadt im 12. und 13. Jh. Zu jener Zeit gründete Mevlana Celaleddin Rumi den “Sufi-Orden” der heute noch berühmten Tanzenden Derwische. Heute ist das kulturhistorisch reiche Konya die siebtgrößte Stadt der Türkei. Viele gut erhaltene Bauwerke aus dieser Zeit verleihen der Stadt einen mittelalterlichen Charakter. Der Basar, einer der größten und reichsten Inneranatoliens, hat sich in den vergangenen 1000 Jahren kaum verändert. Politisch gilt Konya als eine Bastion des muslimischen Konservatismus. In den vergangenen Jahren wurde die Stadt modernisiert. Heute bestimmen mehrstöckige Wohnblöcke das Bild der Außenbezirke.

SEHENSWÜRDÝGKEÝTEN

Eine Fahrt durch die Ebene kann ziemlich eintönig werden. Hier liegt die Kornkammer der Türkei! Trotz der Abspaltung von Karaman ist Konya flächenmäßig weiterhin die größte Provinz der Türkei. Konya gehört zu den städtebaulich interessantesten St ädten der Türkei. Konya verströmt durchaus moderne Großstadtatmosphäre , obwohl die Stadt häufig als das Zentrum der islamischen Fundamentalisten dargestellt wird. Bei den Wahlen räumt die islamische Tugendpartei vor allem in Konya ab und gewinnt locker die absolute Mehrheit.

Wahrzeichen der Stadt ist das Mevlana-Mausoleum, heute ein Museum, mit dem daneben liegenden “Sufi-Orden” der Tanzenden Derwische. Jedes Jahr im Dezember wird eine Mevlana-Gedenkzeremonie veranstaltet, anlässlich dieser Veranstaltung wird die zeremonielle Sema getanzt. Anders als zu Zeiten Mevlanas, ist sie heute auch der Öffentlichkeit zugänglich. Es befinden sich in der N ähe von Konya zahlreiche interessante Paläste und Karawansereien. Die Wichtigsten davon sind der Kubad-Abad-Palast (erbaut 1226 - 1236), die Zazadin- (1236), die Horozlu- und die Obruk-Karawanserei. Man vermutet, dass es um 5500 v. Chr in Catalhöyük, die ersten Ansiedlungen gab. Der erste Sakralbau in der Menschheitsgeschichte entstand ebenfalls in diesem Ort. Archäologische Fundstücke aus dieser und weiteren Epochen können Sie dort, 60 km von Konya entfernt, in freier Natur oder in dem Museum für Archäologie bewundern. Der große islamische Mystiker und Philosoph Mevlana lehrte hier seine Philosophie:”Die Liebe zu Gott und den Menschen”. Um dieses Gedankengut völlig aufnehmen zu können, gab man sich mit den Klängen mystischer Musik dem Zeremoniell stundenlanger Drehungen hin, der “Sema" des Ordens der “Tanzenden Derwische". Dieser Orden ist im Ausland vor allem bekannt geworden durch ihren Tanz (Tanz der Derwische). Mevlana lebte zur Zeit der Seldschuken im 13. Jahrhundert. Konya war damals Hauptstadt des Seldschukenreiches . Für die Einheimischen ist Konya eine Pilgerstätte . Manche bezeichnen eine Pilgerfahrt dorthin sogar als "kleine Pilgerfahrt" (türk. kücük hac), im Gegensatz zur "richtigen" Pilgerfahrt nach Mekka. Heute ist Konya ein bedeutender Industriestandort in der Türkei. Auch viele islamisch geprägte Holdings haben hier ihren Sitz.

KONYA UND DER MEVLANA ORDEN

Konya ist in jeder Hinsicht eine bemerkenswerte Stadt, denkt man z.B. an die „Tanzenden Derwische“. In ihren Tanz drehen sich die Derwische um die eigene Achse bis sie sich in einer Art Trancezustand befinden. Die Derwischorden hatten sehr viel Macht, da auch hohe Beamte und Herrscher dem Orden angehörten, bis sie in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts in der Türkei verboten wurden. Wieder mit der kleinen Ausnahme der Mevlevis, die einmal im Jahr auf einem Festival in dem von Mevlana gegründeten Konvent ihre Tänze aufführen dürfen. Dieser Konvent ist heute ein Museum. Hier sind die Sakopharge Mevlanas und seiner engsten Anhänger, Reliquien, Handschriften, die Derwischzellen, der Tanzraum, viele Kleidungsstücke der Derwische, Instrumente für die Sema- Musik, Gebets-Teppiche, Koranhandschriften und Stoffe zu sehen. Der wichtigste humanistische und islamische mystische Philosoph, Mevlana Celaleddin Rumis Grab und Komplex sind hier. Eingebaut in das 14. Jahrhundert, war dieser Komplex auch das Zentrum für die religiöse Bestellung, Derwische und eine Stelle zu wirbeln, unbezahlbare Arbeiten von Kunst unterbringend. Mevlana sagte: ''Komm, wer du auch bist''. Es ist auch zugleich das Wahrzeichen Konyas. Als Bahaeddin Veled, der Vater von Mevlana, starb, wurde er seinem Wunsche entsprechend im Rosengarten von Alaeddin Keykubat ausserhalb der Stadt beigesetzt. Mevlana wurde spaeter neben seinem Vater begraben. Auf dem Grab liess der Sultan aus Dankbarkeit die Kubbe-i Hadra Moschee im Jahr 1273 errichten. Jahrhundertelang wurden in dem von Mevlanas Enkeln gegründeten Kloster die tanzenden Derwische ausgebildet.

 

Mevlana

DIE TANZENDEN DERWISCHE VON KONYA

In der Beethovenhalle treten die „Tanzenden Derwische von Konya" auf als seien sie eine Showtanzgruppe. Manche Zuschauer erwarten dann wohl auch einen ungestüm dionysischen, orgiastischen Wirbel - statt des kontemplativen, ekklesiastischen Zeremoniells disziplinierter, urbaner Mönche, deren Poesie und Musik Höhepunkte der klassisch-türkischen Kunstentwicklung markieren. Es hub an mit einem persischen Loblied des Celaleddin Rumi, mit gewaltiger, inbrünstiger Stimme von einem blinden Hafiz , Kam Karaca, zelebriert. Dann der lautlose Einzug der Mevlevi-Derwische in symbolträchtiger Kleidung: Auf dem Kopf die honigfarbene Filz-Sikke ; sie erinnert an Grabsteine. Der schwarze Kaftan gilt als Symbol des Grabes, der weiße Glockenrock und die weiße Bolerojacke unter dem Kaftan stehen für das Leichentuch. Zu ungemein besinnlicher Instrumentalmusik umschreiben die Derwische zunächst dreimal den Raum mit unregelmäßiger, verzögernder Schrittfolge. Am Ehrenplatz des Scheichs (post) wendet jeweils der Vorausgehende, um sich mit dem Nachfolgenden tief zu verneigen. Der Scheich reicht den Vorbeidefilierenden die Hand zum Kuß. Während sie sich dazu hinabbeugen, küßt er seinerseits ihre Sikke Alsdann beginnen die Mevlevi sich zu drehen, zunächst mit den Händen kreuzweise auf der Schulter. Doch schon bald entfalten sich die Arme - die rechte Handfläche nach oben, die linke nach unten (: Alles kommt von Gott. Doch der Derwisch gibt Gottes Segen weiter.) Die Drehungen sei es am Ort oder in der Fortbewegung - laufen völlig ruhig und gleichmäßig ab. Ein Ballettkritiker würde sie als Drehungen nach links, en dedans bezeichnen, basierend auf einem kurzen Wechselschritt am Ort (drei Taktteile) und dem Eindrehen des (rechten) Schwungbeines zum vierten Taktteil. Die Derwische setzen diese Drehungen 20 - 25 Minuten unverwandt fort, ohne daß Schweiß, Schwindel oder Schnaufen wahrzunehmen wären. Als große, weiße Schmetterlinge hat man diese Tänzer beschrieben, aber auch als Planeten, die sich um ein geistiges Zentrum drehen. Kein Wunder, daß sich der Blick schon bald in dem hypnotisch wirkenden Wogen dieses stummen Reigens verliert. Man wird gewahr, daß es sich um eine ausgefeilte Methode zur physischen Induzierung religiöser Extase handelt. Der greise Scheich der Derwische, Selam Tüzün, ist von ungewöhnlicher Autorität und daher auch Bühnenwirksamkeit; sein zeitlupenhaftes Drehen ist subtil und dennoch von großer Ausstrahlung. Spätestens jetzt muß es dem letzten Zuschauer klar geworden sein, daß er keinen peinlich altgewordenen Tänzer erlebte, sondern aus Askese gewonnenes Charisma. Mevlana Celaleddin Rumi stammte aus Afghanistan. Sei Vater wurde vom Sultan nach Konya gerufen, wo auch später sein Sohn zu einer, auf Liebe und Toleranz begründeten Weltauffassung gelangte, die er besonders in seinem Meznevi genannten, mystischen Gedicht zum Ausdruck brachte. Atatürk verbot den Orden, aber jetzt finden die Tänze wieder statt und viele Gläubige kommen zu diesem Anlaß in die Stadt. Landkreise: Konya (merkez), Ahýrlý, Akören, Akþehir, Altýnekin, Beyþehir, Bozkýr, Cihanbeyli, Çeltik, Çumra, Derbent, Derebucak, Doðanhisar, Emirgazi, Ereðli, Güneysýnýr, Hadim, Halkapýnar, Hüyük, Ilgýn, Kadýnhaný, Karapýnar, Karatay, Kulu, Meram, Sarayönü, Selçuklu, Seydiþehir, Taþkent, Tuzlukçu, Yazlýhöyük, Yunak. Interessante Plätze: Die Walderholungsstaetten von Çamlýköy, Yakamanastýr, Kale, Huðlu, Karaburun und Kýzýlören, die Weinberge von Meram, die Thermalquellen von Ilgýn, das Ývriz -Steinrelief, die Beyþehir- Burg, das Akmanastýr (Kloster), die Hagia Eleni- Kirche, die Sýrçalý -Medresse, die Medresse und Türbe von Tacül Vezir, die Ýnce Minareli Medrese, die Medressen von Ali Gav, Küçük Karatay, Karatay und Ýsmail Aka (Taþ Medrese), die Koranschulen von Has Bey und Nasuh Bey (Darülhuffaz), die Lehrerschule von Seydiþehir (Muallimhane), die Moschee und Medresse von Ýplikçi, die Moschee und Türbe von Sadreddin Konevi, die Moscheen von Alaeddin Dursunoðlu, Selimiye, Kapý, Aziziye, Eþrefoðlu und Pir Hüseyin, die Komplexe von Sahip Ata, Karabaþ Veli und Lala Mustafa Pascha, die Grossen Moscheen (Ulu Cami) von Akþehir und Ereðli, das Mevlana Mausoleum und Derwischkloster, das Nasreddin Hoca -Mausoleum, die kleinen Moscheen von Taþ Mescit, Sýrçalý Mescit, Karatay, Tahir und Zühre, Altunkalem, Güdük Minare und Küçük Ayasofya, die Bibliothek von Yusuf Aða, der Kubadabad Palast, die Derwischkloster von Seyyid Mahmud Hayran und Þeyh Þahabeddin, die Karawansereien von Kýzýlviran, Sultan, Zazadin, Horozlu, Kadýn, Ýshaklý und Kuruçeþme, die Rüstem Pascha Karawanserei, das archeologische Museum zu Konya, das Museum für Keramik zu Karatay, das Museum für Werke aus Stein und Holz zu Konya, das Museum für Grabdenkmaeler zu Konya, das Atatürk's Haus- und Kulturmuseum, das Museum für Ethnographie zu Konya, das Mevlana-Museum zu Konya, das Koyunoðlu-Museum, das Akþehirer Museum für Steinwerke, das Akþehirer Museum, das Atatürk -Museum und das ethnographische Museum und das Ereðli Museum.

 

 

 

 

FREÝZEÝT UND SPORT

Die sanfte Landschaft rund um Konya ist ideal zum Fahrrad fahren. In den Berg- und Waldgebieten ist das Jagen sehr beliebt. Das in der Nähe gelegene Thermalbad Ilgin verspricht Balsam für Körper und Geist.

 

ESSEN UND TRÝNKEN

Konya’ s traditionelle Küche ist bekannt für ihre Suppen, Fleischgerichte und Pasteten.

KLÝMA

Das Klima in Konya ist im Sommer heiß und trocken, im Winter kalt und regnerisch.

ANREÝSE

Landweg: Von Konya aus kann die ganze Türkei auf dem Landweg bereist werden. Der vom Stadtzentrum 15 km entfernte Busbahnhof wird von Minibussen, der Straßenbahn oder Taxis angefahren. In Aksehir war der Wirkungsbereich des weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Nasreddin Hodscha (13. Jh.), der dem Volk und den Herrschenden furchtlos aufs Maul schaute und sie mit Spitzfindigkeiten und hintersinnigen Geschichten Moral und Nächstenliebe lehrte. Das symbolträchtige Grabmal des 1284 verstorbenen Hodschas steht in Aksehir. Im Gebiet bei Eskisehir kommen einem unwillkürlich einige Zeilen aus Gedichten des großen Poeten Yunus Emre in den Sinn. Der Dichter beherrschte die große Kunst, mit einfachsten Worten universelle Wahrheiten in bezug auf Nächstenliebe, göttliche Gerechtigkeit, Liebe und Freundschaft auszudrücken. Seine Grabstätte in dem nach ihm benannten Dorf sollte man besucht haben.

NATURWUNDER

Durch Ausbrüche der Vulkane Erciyes und Hasan vor 3 Mio. Jahren wurde die ganze Nevsehir-Hochebene mit Tuff bedeckt. Wind und Regen haben im Verlauf der Jahrtausende daraus die surrealistisich anmutende Tufflandschaft von Kappadokien geformt, deren Farben von leuchtendem Rot über Gelb- und Ockertöne bis grau-grün reichen. Die ersten Wohnstätten wurden etwa 4000 v. Chr. in die Felsen gehöhlt. Die frühen Christen sowie später die Byzantiner haben Felsenklöster und -kapellen in die Tuffkegel gehauen, die mit herrlichen Fresken geschmückt sind. Ausgangspunkt für eine Kappadokientour ist das lebendige Touristenzentrum Ürgüp.

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